Rennrad


wähle aus...



geschichte des radsports

Jahr: Ereignis:
2016 Der ehemals gesperrte Doping Sünder Alberto Contador gibt erstaunlicherweise an der Tour de France auf. In der ersten Etappe stürzte der Favorit und gab danach wegen angeblichem Fiebers innerhalb der Tour de France auf.  
2013

Im Januar gab Lance Armstrong unter großem Fahndungsdruck der USADA in der Talkshow von Oprah Winfrey langjähriges Doping zu. Als Reaktion wurden ihm sämtliche sieben Tour-de-France-Siege aberkannt, ohne dass es zu einer Neuvergabe der jeweiligen Siege kam. Kurz danach gaben Michael Rasmussen, Michael Boogerd und Rolf Sörensen umfassenden Dopingmissbrauch zu. Im Juli 2013 kam eine französische Untersuchung der Tour de France 1998 zum Ergebnis, dass viele ehemalige Fahrer wie Marco Pantani (Gewinner), Jan Ullrich, Erik Zabel, Laurent Jalabert, Mario Cipollini, Abraham Olano, Jeroen Blijlevens, Jens Heppner, Stuart O’Grady mit EPO gedopt hätten. Ullrich und Zabel gestanden dies unabhängig voneinander ein.

In der Schweiz eröffnet im gleichen Jahr der Velodrome in Grenzen seine Tore. Dies wird zugleich der neue Hauptsitz von Swiss Cycling. Im selben Jahr trat Richard Chassot, welcher im März 2012 zum Präsidenten von Swiss Cycling gewählt wurde, mit sofortige Wirkung zurück. Dies nachdem es innerhalb des Verbandes zu Unstimmigkeiten wegen der erneuten Nominierung Pat McQuaids zum Präsident des UCI gekommen waren. Nachdem Swiss Cycling dessen Kadidatur ursprünglich vorgeschlagen hatte, war diese Nominierung vom Präsidium offenbar gegen den Willen von Chassot wieder zurückgezogen worden. Die Aufgaben des Präsidenten wurden vom Vize-Präsidenten Franz Gallati übernommen, der im Rahmen der 147. Delegiertenversammlung von Swiss Cycling, am 22. März 2014, einstimmig zum offiziellen Präsidenten gewählt wurde. Im Vorfeld der vorstandwahlen wurde bekannt, dass Swiss Cycling für 2013 einen Überschuss von 778'000 Schweizer Franken erwirtschaften konnte und damit schuldenfrei 

2012 Die Union Cycliste Internationale («UCI») zählt 112 Jahre nach der Gründung insgesamt 179 nationale und fünf kontinentale Radsportverbände mit rund 600'000 Radsportverbände. Ihren Sitz hat die UCI im schweizerischen Aigle. Die UCI ist wiederrum Mitglied von Sportaccord, der zentralen Dachorganisation der Sportverbände weltweit. Swiss Cycling zählt aktuell 16'000 Mitglieder, wovon 2'800 Frauen sind. 
2009 Zur Bekämpfung des Doping wurde ab 1. Janur der biologische Pass in das Regelement der UCI aufgenommen. Der biologische Pass ermöglicht durch seine Datensammlung Massnahmen aufgrund des Anti-Doping-Reglements mithilfe indirekter Nachweisverfahren, dass heisst ohne Nachweis einer bestimmten Substanz oder Methode. 
2008 BMX der Frauen wird zur olympischen Disziplin erklärt. 
2007 Die Disziplin «Omnium» wird nun offiziell ins Programm bei den UCI-Bahnweltmeisterschaften aufgenommen. In der Fernsehsendung Beckmann am 21. Mai 2007 gestand Ex-Radprofi Bert Dietz EPO-Doping in den 1990er-Jahren. In der Folge gestanden die Ex-Fahrer Christian Henn, Rolf Aldag, Udo Bölts, der aktive Fahrer Erik Zabel sowie zwei Mediziner der Universität Freiburg, Blutdoping betrieben bzw. dieses unterstützt zu haben. Nur gerade vier Tage später teilte der Tour-de-France Gewinner von 1996 Bjarne Riis in einer Pressekonferenz mit, dass er jahrelang Doping mit EPO, Kortison und Wachstumshormonen betrieben habe; sein Sieg sei zwar unter dem Einfluss der Einnahme verbotene Substanzen eroflgt, aber «ohne sportliches Können nützt Doping gar nichts». In der Presse war zu lesen, dass seine Bekerhung vom Saulus zum Paulus nicht überall geschätzt wird. Der geständige Ex-Doping-Radprofi Bjarne Riis hatte als Teamchef Ivan Basso entlassen, nachdem bekannt wurde, dass dieser gedopt hatte. In der Bild-am-Sonntag vom 27. Mai 2007 gab der frühere Telekom-Masseur Jef D’hont bekannt, dass er dem Tour-de-France-Gewinner von 1997, Jan Ullrich, in Frankreich einmal persönlich EPO injiziert habe, distanzierte sich aber im belgischen Rundfunk wieder von dieser Aussage. Ullrich äußert sich zu den Vorwürfen nicht, was von seinem Anwalt Peter-Michael Diestel mit den Worten kommentiert wurde, Ullrich sei – anders als die anderen – Beschuldigter in einem Strafverfahren und könne sich deshalb nicht äußern. Kurz darauf wurde bekannt, dass Diestel nicht mehr Anwalt von Jan Ullrich ist, wobei Diestel behauptete, er habe das Mandat niedergelegt, während aus der Entourage von Jan Ullrich verlautete, dieser sei entlassen worden. Parallel zu diesen Affären wurde in den Jahren 2003 bis 2007 in der sogenannten Cofidis-Affäre ermittelt, in der schließlich ein Pfleger und sechs Fahrer wegen Dopingmissbrauch zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt wurden.
2006  Im Mai wurde nach der Verhaftung von Manolo Saiz, dem Sportlichen Leiter von Liberty Seguros sowie des Arztes Eufemiano Fuentes der bisher wohl größte Doping-Skandal im professionellen Radsport aufgedeckt. Im Mittelpunkt der Ermittlungen der sogenannten Operación Puerto steht Fuentes, in dessen Wohnung die Guardia Civil hunderte von Blutplasmakonserven sowie EPO, Wachstumshormone und Anabolika fand. Der Ermittlungbericht der spanischen Behörden enthält eine Liste mit den Namen von 58 Radsportlern und 140 Sportlern anderer Disziplinen. In der Liste der bisher freigegebenen 38 Namen von Radsportlern finden sich zahlreiche bekannte Fahrer, unter ihnen Jan Ullrich, Ivan Basso, Roberto Heras, Tyler Hamilton und Joseba Beloki.Weitere Indizien wiesen auf die Verstrickung des Sportlichen Leiters des Team T-Mobile Rudy Pevenage hin. Jan Ullrich, Óscar Sevilla und Rudy Pevenage wurden nach Aufforderung der Teamleitung durch den Sponsor T-Mobile suspendiert bzw. entlassen. Auch Alberto Contador stand auf Fuentes' Liste, trotzdem durfte er ab 2007 fahren und gewann seitdem die Tour de France 2007, 2009 und 2010, den Giro d’Italia 2008 und die Vuelta a España 2008. Der Tour de France-Sieg 2010 wurde allerdings wegen Doping aberkannt. Am 27. Juli 2006 wurde bekannt, dass der Tour-Sieger der 2006er-Tour, Floyd Landis, während der 17. Etappe in der A-Probe einen um das Dreifache über dem Grenzwert liegenden Testosteron/Epitestosteron-Quotienten aufwies.Die B-Probe war ebenfalls positiv. Landis, ein früherer Helfer von Lance Armstrong, der nun als Kapitän des schweizerischen Phonak Cycling Team fuhr, behauptete, die Werte seien für ihn natürlich, da er ein Schilddrüsenpräparat erhalte und zudem am Vorabend Bier und Whiskey getrunken habe.    
2005 Der Vuelta-Sieger Roberto Heras wurde positiv auf EPO getestet. Im gleichen Jahr geht auch die Affäre um den vermeindlichen Dopingsünder und siebenfachen Tour-Sieger Lance Amrstrong um die Welt. 
2004 Das Doping hält weiter Einzug im Radsport. Der Olympiasieger Tyler Hamilton wurde wegen Blutdopings verurteilt. 
2002 Die Disziplin «Scratch» wird nun offiziell ins Programm bei den UCI-Bahnweltmeisterschaften aufgenommen. 
1999 Swiss Cycling entging der Verband mit einem Schuldenberg von fast drei Millionen Franken nur knapp dem Bankrott. Auch die Mitgliederzahlen schrupften: Von ursprünglich 45'000 Mitgliedern (1994) auf 24'000 Mitgliedern.
1998 Skandal an der Tour de France: Der Festina Skandal sorgt weltweit für Empörung und Entsetzen. Der Skandal am grössten Radsportevent der Welt bringt das Thema Doping erneut an die Öffentlichkeit. Die Ermittlungen ergaben, dass bei der Mannschaft Festina ein flächendeckendes Doping praktiziert worden war. Diese Entdeckung verduetlichte die Unwirksamkeit der damaligen Dopingkontrollen: Keiner der Festina-Fahrer war positiv getestet worden. Als effektiv hatte sich stattdessen die Einschaltung der Staatsanwaltschaft erewiesen, die Razzien in den Mannschaftshotels sowie mehrere Verhaftungen durchgeführt hatte. Diese Entwicklung schockierte nicht nur die Radsportwelt, sondern die gesamte Sportwelt. Für den Radsport war dies mit einem hohen Imageverlust verbunden. In den nachfolgenden Jahren wurden in Frankreich und auch in Italien scharfe Anti-Doping-Gesetzt geschaffen, welche nicht nur den Handeln mit Dopingpräparaten, sondern nunmehr auch dessen Einsatz zu Manipulation im Spitzensport unter Gefängnisstrafe stellten. 
1996 Seit diesem Jahr werden die unterschiedlichen Weltmeisterschaften an verschiedene nationale Verbände vergeben. Zuvor war es, dass die Bahn- und Strassenweltmeisterschaften im selben Land terminlich aufeinanderfolgen ausgetragen wurden, zuweilen auch in Verbindung mit den Weltmeisterschaften m Hallenradsport.
1995 Der Teamsprint wird bei den UCI-Bahnweltmeisterschaften ins Programm aufgenommen. Ebenfalls neu mitdabei ist auch das Zweier-Mannschaftsfahren. Im selben Jahr finden die ersten Masters-Bahn-Weltmeisterschaften, speziell für ältere Sportlerinnen und Sportler, statt. Schliesslich trennten sich die Profis und die Amateure bei den UCI-Weltmeisterschaften des Strassenradrennsport. 
1994 Der «Schweizerischer Rad- und Motorfahrer-Bund» fusioniert mit der «Union Cycliste Suisse» (UCS) dem Radsportverband der französischsprachigen Schweiz, der die Tour de Romandie organisiert. Neu heisst der Verband «Swiss Cycling»
1993 Die Mannschaftsverfolgungs wird nun bei den UCI-Bahnweltmeisterschaften für die Profis eingeführt. 
1992 Im Zuge der Reformierung für die Zulassung der Olympischen Spiele, wurden die FIAC und der FICP aufgelöst. Im gleichen Jahr fanden getrennte UCI-Weltmeisterschaften von Profis und Amateure erstmals auf der Bahn statt.
1988 Der Bahnradsport für Frauen wird zur olympischen Disziplin erklärt. 
1984 Das Strassenrennen für Frauen wird zur olympischen Disziplin erklärt.
1980 Drei Jahre später erhalten auch die Profis ihren Platz für das Punktefahren an den UCI-Bahnweltmeisterschaften. 
1977 Das Punktefahren wird für die Amateure in der Wertung der UCI-Bahnweltmeisterschaften aufgenommen.
1975 Nun schlägt die Stunde für die Junioren auf höchstem internationalem Niveau. Erstmals finden seperate Junioren-Weltmeisterschaften für die 17- und 18jährigen Sportlerinnen und Sportler statt.
1974 Im polnischen Warschau fanden analog zu den Junioren-Europameisterschaften 1973 die gleichen Disziplinen statt.
1973 In München fanden jeweils Junioren-Europameisterschaften im Sprint und im Punktefahren, sowie in der 3000-Meter-Einverfolgung statt
1967 Am 4. März erlaubte der BDR in der Bundesrepublik offizielle Frauenrennen nach kontroversen Diskussionen auf der Bundeshauptversammlung in Ludwigsburg. Im Vorfeld sagte der damalige BDR-Präsident Erwin Hauck: „Solange ich hier Präsident bin, wird es im BDR keinen Rennsport für Frauen geben.“ Der Sportmediziner Joseph Keul legte der Versammlung dar, dass „Rennsport für die Frau biologisch-medizinisch nicht negativ zu beurteilen ist“. Straßenfachwart Heinz Ewert, der die Ablehnung des Antrag aus „ästhetischen Gründen“ gefordert hatte, wurde überstimmt. Der Journalist Mathias Gasper schrieb in der Zeitschrift Radsport, die bisherige Verpöntheit des Frauenradrennsports sei „nicht unbegründet“: „Da wir aber in einem demokratischen Staat und vor allem in einer Zeit der Sensationen leben, hat sich jeder der Mehrheit anzupassen.“ Schon rund zwei Wochen später starteten am 19. März 1967 beim ersten Frauenrennen 15 Fahrerinnen bei Durch die Havelberge. In der Schweiz wird Oscar Plattner als erster vollamtlicher Nationaltrainer eingestellt. 
1965 In diesem Jahr werden die Fédération Internationale Amateur de Cyclisme («FIAC»), sowie die Fédération Internationale de Cyclisme Professionnel («FICP») gegründet. Diese beiden Unterverbände der UCI organisieren vortan getrennt der Amateur- und Profisport.
1962 Die Mannschaftsverfolgung feiert ihre Premiere bei den UCI-Bahnweltmeisterschaften. 
1958 Der BDR lehnte den Antrag in Westdeutschland Frauenrennen zuzulassen ab. In den folgenden Jahren wurden die Frauenrennen bei Weltmeisterschaften von der Radsport weitgehend ignoriert. Im gleichen Jahre fanden die ersten offiziellen Weltmeisterschaften auf der Strasse und der Bahn statt. Weltmeisterin wurde die Luxemburgerin Elsy Jacobs. Der Bahnradsport wurde über Jahrzehnte von der Britin Beryl Burton und der Belgierin Yvonne Reynders sowie von Sportlerinnen aus der UdSSR dominiert.
1956 In Westdeutschland erließ der BDR eine Amtliche Bekanntmachung: „Aus gegebener Veranlassung wird darauf hingewiesen, dass es verboten ist, bei der Begleitung von Straßenrennen in offiziellen Begleitfahrzeugen Damen Platz nehmen zu lassen.
1955 Das erste Bahn-Rennen wurde im April ebenfalls in Leipzid ausgetragen. 
1954 Wurden in der DDR schon 14 Rennen mit Bestenwertung für Frauen organisiert.
1951 Das erste offizielle Frauenrennen in Deutschland fand anlässlich der Fernfahrt «Rund um Leipzig» über 20 Kilometer statt; Siegerin wurde Brigitte Stake aus Leipzig.
1948 Bei der zweiten Austragung der Tour de Romandie konnte der Schweizer Ferdy Kübler den Sieg nach Hause fahren. 
1947 Die erste Tour de Romandie wird ausgetragen. Sieger war damals der Belgier Désiré Keteller
1946 Die erste Weltmeisterschaft nach dem 2. Weltkrieg findet in der Schweiz in Zürich statt. Erstmals dabei ist auch die Einerverfolgung bei der UCI-Bahnweltmeisterschaft, sowohl für Amateure, als auch für Profis. In der Zwischenzeit wurde der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) aus der UCI ausgeschlossen. 
1940-1945  In diesem Zeitraum fand im Radsport keine Weltmeisterschaften statt. Grund war der tobende 2. Weltkrieg in Europa.
1937   Erstmals in der Geschichte der Tour de Suisse konnte der Schweizer Karl Litschi den Sieg im eigenen Land feiern.  
1933 Erste Tour de Suisse in der Schweiz wird ausgetragen. Erste Sieger der Tour de Suisse wurde der Österreicher Max Bulla.  
1929 Der Schweizerische Radfahrer Bund erhält nochmals einen neuen Namen. Neu heisst er «Schweizerischer Rad- und Motorfahrer-Bund» 
1929 Der Schweizter Radhfahrer Bund erwirkte die Aufnahme des deutschen Radsportverbandes «Bund Deutscher Radfahrer» (BDR) in die UCI.  
1920 Die erste Weltmeisterschaft nach dem 1. Weltkrieg findet im belgischen Antwerpen statt.
1915-1919 In diesem Zeitraum fanden im Radsport keine Weltmeisterschaften statt. Grund war der tobende 1. Weltkrieg in Europa.
1913  Der Schweizerischer Radfahrer Bund (SRB) wird in die UCI aufgenommen.  
1908  Erste Weltmeisterschaft in Deutschland, Austragungsorte waren damals Berlin und Leipzig. Im gleichen Jahr wird der «Schweizerische Velozipedisten Verband» in «Schweizerischer Radfahrer Bund» (SRB) umbenannt. 
1906  Erste Weltmeisterschaft in der Schweiz. Austragungsort war damals Genf.  
1900  Der ICA wird durch die UCI abgelöst, welche in Paris durch die nationalen Verbände Belgiens, Frankreichs, Italiens, der Schweiz und der USA gegründet wird. Erste UCI-Präsident wurde damals der Belgier Emile De Beukelaer (*1867-†1922). Im gleichen Jahr fanden die erste UCI-Bahn-Weltmeisterschaften in den französischen Hauptstadt Paris statt. 
1896  Die Strassenrennen werden zur olympischen Disziplin. Ebenfalls wird der Sprint im Bahnradsport zur olympischen Disziplin. 
1895  Zum Sprintrennen der Amateure bei den UCI-Bahnweltmeisterschaften kommen nun neu die Profis hinzu.  
1893  Der ICA führt nur ein Jahr nach dessen Gründung die ersten Bahn-Weltmeisterschaften in Chicago durch. Es wurden drei Rennen für Amateure durchgeführt, bei denen allesamt die Amerikaner auf dem Podest landeten.  
1892  Der Internationale Sportverband «International Cyclists' Association (ICA) wurde gegründet. 
1890  Seit Beginn der 1890er JJahre wurde ddas Hochrad vom Niederrad abgelöst, und Fahrräder, bisher ein Luxusgut für höchste Kreise, wurden zunehmend erschwinglicher. Es bot neue Möglichkeiten zur Mobilität. Traditionell war im 19. Jahrhundert der Wirkungskreis von Frauen meist auf Haus und Hofe beschränkt gewesen; durch das Fahrrad wurde es ihnen jedoch möglich, sich über den Bereich des Häuslichen hinaus Mobilität zu beschaffen. Das Fahrrad befreite die Frauen aus der Enge des Hauses. Es führte sie aus der Stadt heraus auf das Land, in die frische Luft und die Natur.  
1883  Der «Schweizerische Velozipedisten Verband» wird in Brügg bei Biel gegründet. 
1868-1870  In Frankreich und Beligen wurden insgesamt 23 Damenrennen und Kurbelvelozipeden ausgetragen. Das erste bekannte Rennen fand am 1. November 1868 im Park von Bordelais bei Bordeaux statt, an dem vier Frauen teilnahmen und bei dem Miss Julie gegen Miss Louise gewann. 1869 wurde das erste internationale Strassenrennen über 123 Kilometer ausgetragen. Es führte von Paris nach Roune und wurde von der Zeitschrift Le Vélocipède Illustré organisiert. Im gleichen Jahr wird in der Schweiz der «Veloce-Club» in «Velo-Club» umgetauft. Derweilen findet im Pariser Bois de Boulogne das erste Radrennen der Welt statt. Ein gewisser Herr Meunier, von Beruf Uhrenmacher, erfindet den Freilauf.
1866  Ein Mitarbeiter von Ernst Michaux führt das Velociped in den USA ein.  
1865  Das englische Brüderpaar Cook baut ein Fahrrad mit Dampfantrieb. 
1860  Erste Rennen in Frankreich auf der Strasse und der Bahn, an welchen auch Frauen daran teilnahmen. Gleichzeitig wurde der «Veloce-Club de Genève gegründet. Zu dieser Zeit trauchten da und dort die ersten hölzernen Fahrräder auf, die sogenannten «Michaulinen».   
1855  Der 13jährige französische Wagenlehrling Ernst Michaux konstruierte eine Velo-Pedale. Er gilt als Velo-Pionier. Er gründete damals die erste Velofabrik der Welt. 
1819  Erste Draisinenrennen in Ipswich, zehn Jahre später (1829) fand das gleiche Rennen in München statt. Damals nahmen nur Männer daran teil.